Ein aktionsreicher Tag

Es ist Freitag Mittag ich komme gerade vom Einkaufen bzw. Krankenhaus mit meinem Freund zurück, da läutet das Handy, mein Papa ebenfalls angeschlagen. Er möchte gerne die Strom- und Wasserleitung für meine Hühnerhütte verlegen. Zusätzlich lammt auch noch ein Schaf. Ich schau nochmal zu Angelina es müsste ja schon was da sein. 
Sie presst, ich sehe die Zunge und die Nase des Lammes. Leider keine Füße. 
Ich hole Papa, er musste sie halten. Sie stand ständig wieder auf, wenn ich mich ihr nähere. Die Füße sind eingeklappt, so kann es nicht raus. Ich fühle die Ohren die Schulter den ersten Fuß, schließe ihn in meine Faust ein und hole ihn hoch. Das selbe mit dem 2. Fuß. Jetzt noch etwas helfen. Flutsch da ist er. Sie schleckt ihn trocken. Alles gut, er beginnt aufzustehen. Meine Mama kommt in den Stall. Papa ist wieder gegangen. Das Lamm ist sehr groß eher kein Zwilling. Jetzt noch einen Namen wie ein Lichtblitz fällt mir Antonius ein.  Ich wasch mich und fahre heim. Zuhause lade ich alles aus, plötzlich wieder läutet das  Handy📲. 

Meine Mutter meldet sich ich denke mir hmm eventuell doch ein zweites. Nein ich hab mich doch nicht geirrt. Sie sagt ein Jungschaf bekommt auf der Weide ihr erstes Lamm. 😱 Albtraum, erstgebärende sind scheu, wissen nicht was los ist. Komplett im Freien. Wird lustig 😬🤯. Oben angekommen sehe ich schon von weiten sie presst. Schnell noch alles mitgenommen. Rauf aufs Feld. Ja oben angekommen lief sie mal quer, übers Feld. Wie bei jeder Geburt muss ich sehen ob es richt liegt. Bei erstgebärende muss man auch noch bedenken das alles viel enger ist. Also wenn wie bei Angelina ein Fuß unten ist, kann man den nicht so einfach hoch holen. Kein Platz wenn sie den Kopf ohne Füße raus presst, hat man gar keine Chance mehr. Solange man nicht das Muttertier erwischt kann man nicht helfen, auch nicht mit Tierarzt. Im Zuge einer Wehe können wir sie erwischen. Gott sei dank beide Füße da. Aber ein rießen Lamm. Vorsichtig mit viel Gleitgel versuche ich alles etwas zu dehnen, man müsste nicht helfen aber jetzt wo wir sie schon haben wollen wir sie nicht länger leiden lassen. Vorsichtig die Vorderfüße herausgezogen. Jetzt noch das Kopfi. 2min später ist es da. Riesengroßes Mädi. Die Mutter erschöpft, ich auch. Sie schleckt es ab stoßt es aber immer wieder weg. 
Wir nutzen die Mutter Kind Bindung und versuchen die Mutter inkl. Lamm in den Stall zu bringen. 
500meter. Es geht alles gut bis 50m vorm Stall. 
Sie lässt es liegen und läuft Richtung Herde. 😓😤
Wir rufen der Herde, sie kommen. Noch Glück gehabt. 
Wir können die Mutter und ihr Lamm separieren. Noch immer nimmt sie es nicht an. Angelina ist verwirrt, sie kennt ihr Lamm noch nicht und möchte das Lamm von Selly bemuttern. Sabrina heißt die kleine. Es wird dauern bis die Mutterkindbindung sich verstärkt. Das heißt für uns, ab und zu die Mutter zu halten und die kleine ansetzen. Wir verlassen den Stall, alles muss sich mal beruhigen. In der Nacht haben wir sie noch ein paar mal angelegt. Damit sie genügend Biestmilch erwischt. Morgen gehts weiter. Was für ein Tag. 

 

Familie Resch

Mahdweg 4

5324 Faistenau

Tel: 0676/474 63 00

E-Mail: info@mahdgut.at

 

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